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Sal-: Schwäbische Alb-Südrandweg - Erster Tag 3. Juni 2006

Für Pfingsten hatte sich Christian J. zu Besuch angekündigt. Ursprünglich als Wochenende mit fotografischem Portrait-Workshop geplant, haben wir uns im Vorfeld dann doch zu Gunsten einer Wanderung umentschieden.

Mit Britta zusammen habe ich das Donautal, genauer den Schwäbische Alb-Südrandweg von Sigmaringen in Richtung Tuttlingen ausgesucht. Die Bahn die uns hätte zurückbringen sollen fuhr zwar wegen Wartungsarbeiten an den Gleisen nicht, aber es gab Ersatzbusse und so stand der Tour nichts mehr im Wege.

Samstag haben wir es langsam angehen lassen und sind erst einmal einkaufen gegangen. Da wir drei Kocher daben haben würden hatten wir am Vorabend beschlossen auf das übliche Tütenfutter zu verzichten und stattdessen "richtig" zu kochen. Also sind neben Reis etliche Möhren, Paprika und Tomaten in die Rucksäcke gewandert - es muss ja nicht immer ultralight sein ;-). Wäre es allerdings eh nicht geworden, die Fotoausrüstung muss ja auch mit.

Gegen halb eins haben wir das Auto auf einem Parkplatz an der Bundesstraße kurz außerhalb Sigmaringen abgestellt und sind nach kurzer Orientierung am Ortsrand den Wanderweg-Schildern mit der Gabel gefolgt.

Der Weg verläuft viel durch helle Buchenwälder und folgt dem Verlauf der Donau, die sich ein tiefes Bett gegraben hat. Die Aussicht an der Hangkante ist nicht so spektakulär wie sie es zum Teil am Nordrand der Alb ist, der Weg selbst führt jedoch immer wieder entlang an für Kletterer erschlossenen Felsen, allen voran dem Schaufelsen, an dem ich schon mit Becks unterwegs gewesen bin.

Allen Unkenrufen der Wetterleute zum Trotz war der Tag sonnig und überhaupt ideal zum Wandern. So sind wir fast ohne große Pausen gelaufen und sehr schnell voran gekommen. Britta hat am Wegesrand immer wieder essbare Pflanzen oder solche mit heilender Wirkung gefunden. Unter anderem Waldmeister, einmal sogar blühendes Knabenkraut, welches zu den Orchideen zählt.

Den ganzen Tag über sind wir kaum anderen Menschen begegnet. Eigentlich seltsam bei dem guten Wetter und schließlich war ja auch langes Wochenende. Aber uns war es recht so.

Gegen 17:30 sind wir in der Nähe von Hausen an der Stettener Schutzhütte angekommen und haben beschlossen es für diesen Tag gut sein zu lassen. Der letzte Aufstieg war für alle relativ anstrengend, obwohl er wohl nicht steiler war als die vorhergegangenen. Aber 20km an einem halben Tag können sich ja auch sehen lassen.

Die Hütte selbst war sehr sauber und die Bänke samt Grillstelle auf dem Platz davor fast luxoriös.

Wir haben gemütlich Essen gekocht - Blumenkohl-Brokkoli Suppe, danach Gemüsereis, dazu Tee. Wir sind danach noch lange vor der Hütte sitzen geblieben bis und gegen neun der auffrischende Wind ins Innere vertrieben hat.

Gegen elf hat es schließlich begonnen zu regnen - war ja klar, schließlich hatte Britta Geburtstag. Aber so lange es nur Nachts regnet...

Wir sind dann so gegen Mitternacht in unsere Schlafsäcke gekrabbelt und bald eingeschlafen.
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