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Fledi:
Langlauf(versuche) im Schwarzwald
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26.12.2005
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Nachdem weiße Weihnachten ja nun doch ins Wasser fielen , waren für's Erste auch unsere Pläne, rauszugehen, auf Eis gelegt. Doch der Wetterbericht am 25.12. ließ uns aufhorchen- Schnee war angesagt. Doch noch Chance auf einen Tag draußen? Der Check der Schneeverhältnisse im Internet ergab: bei uns direkt wird's nichts mit Schnee, aber im Schwarzwald lagen hoffnungsvolle 25 cm Schnee. Gesagt, geplant.
Am nächsten Morgen ging es um 8:30 los- mit Ziel Schluchsee. Ca. 2 Stunden später hatten wir unser Ziel erreicht, nur leider hatte das dortige Sportgeschäft mit Skiverleih nur von 10- 12 Uhr auf- also keine Chance für uns, die Ski am selben Tag noch wieder abzugeben. Aber es gab dort im Geschäft für uns den Tip, es mal in Altglashütten zu versuchen, da dort auch Alpinstrecken seien.
Der Skiverleih dort war auch schnell gefunden und dort gab es auch Langlaufausrüstung und die Beschreibung für den kürzesten Weg zur nächsten Loipe gratis dazu.
An der Loipe angekommen, ging das Abenteuer Flachland- Fledi und Ski los... (richtig, ich hatte noch nie Ski in der Hand) Erstmal die Schuhe anziehen- das klappte noch ohne Probleme. Aber dann ging es am Start der Loipe los. Wie zum Geier kriegt man die Schuhe in die Bindung?
Nachdem dieses Rätsel nach einigen Minuten gelöst war, folgte die nächste Herausforderung: Wie koordiniere ich Stöcke, 1,74 m lange Füße, mich und den zwecks Probetragen auf den Rücken geschnallten Rucksack? Gar nicht so einfach...
Irgendwie habe ich es dann aber doch geschafft, den Start in den Schienen (auch Loipe genannt) zu machen- nicht ohne mich dabei schier totzulachen, viel Geeier und 1000 Huchs und Aaahs etc.
Bis zur ersten Kurve ging es gut, da wollten die Ski dann übereinander laufen und das klappt bekanntlich nicht. Also saß ich erstmal im Schnee. Und wie kommt man jetzt mit so großen Füßen wieder hoch? Einfach aufstehen geht jedenfalls nicht - ebensowenig wie sich umdrehen und hochdrücken zu wollen. Diesmal half nur der quer auf meine Ski gestellte Ski von Dominique und seine helfende Hand. Später in der Runde hat sich dann die ich-wuchte-mich-aus-der-parallel-zu meinen-Ski-sitzenden-Position-hoch bewährt.
Wie zu erwarten habe ich die erste Runde auf der 3,5 km langen Loipe ziemlich viel im Schnee gesessen- besonders auf den ungespurten Stücken oder bei Stücken wo sich Loipen überkreuzten- und noch mehr gelacht. Die zweite Runde ging schon etwas besser, danach war Mittagszeit und eine größere Pause angesagt. Allerdings lag zwischen dem Auto und mir ein schier unüberwindbares Hindernis- ein ungespurtes Hügelchen... Aber irgendwie habe ich es doch geschafft, ohne Ski- Ausziehen und Sturz zum Auto zu kommen.
Das nächste Rätsel folgte sofort: Wie geht jetzt die Bindung auf? Aber auch dieses Rätsel ließ sich lösen und so stand der Pause mit Brötchen, Schokolade und Angucken von im 80er Jahre Stil gekleideten Langläufern nichts mehr im Weg. Bei einigen von denen kam mir doch der Verdacht dass sie ohne Schienen ziemlich verloren wären...
Nach der Pause haben wir dann nochmal 2 Runden gedreht- allerdings ohne Rucksack, da das Auto ja quasi in Sichtweite parkte. Und siehe da- langsam ging es. Sogar die ungespurten Teile waren heil zu überstehen. Irgendwie habe ich es scheinbar geschafft, den Ski meinen Willen aufzuzwingen...
Nach insgesamt 4 Runden à 3,5 km war allerdings meine Muskelkraft auf ein Minimum zusammengschrumpft, so daß wir uns der Ski entledigten und sie wieder zum Verleiher zurückbrachten und uns auf den Heimweg machten.
Aber immerhin habe ich meine ersten 14 Skikilometer heil überstanden und sie warten auf Fortsetzung, das heißt auf Schnee für die Schwäbische Alb für weitere Übungstouren mit kürzerer Anreise.
Wer weiß, vielleicht werde ich ja noch ein begnadeter Skiläufer... ;-)
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